Artikel: Staufer
| | Staufer | Deutsche Geschichte im Mittelalter |
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Ab dem Jahr 1030 ist im Riesgau ein Graf Friedrich bezeugt, neben seinem Sohn Friedrich von Büren (†1053) der Stammvater der Staufer. Schon zu dieser Zeit waren die Staufer eng mit dem salischen Königsgeschlecht verbunden. Friedrich I., Sohn Friedrichs von Büren, wurde 1079 Herzog von Schwaben (1079-1105) und heiratete Agnes, die Tochter Kaiser Heinrichs IV. (1079). Der Sohn Friedrichs und der Agnes, Friedrich II., konnte seinem Vater im Herzogtum nachfolgen (1105-1147). Das gute Verhältnis zum Königtum bleib auch nach dem Tod Heinrichs IV. erhalten; anlässlich des 2. Italienzugs Heinrichs V. wurden Friedrich II. und der jüngere Bruder Konrad mit der Wahrung der königlichen Rechte in Deutschland betraut (1116). Die misslungene Thronkandidatur Friedrichs II. (1125) führte die Staufer in Konflikt mit dem gewählten König Lothar von Supplinburg (1125-1137).
Nach dem Tod dieses Herrschers konnten Konrad III. (1138-1152) das deutsche Königtum für die Staufer erringen. Es folgten als Könige und Kaiser: Friedrich I. Barbarossa (1152-1190), Heinrich VI. (1190-1197), Philipp von Schwaben (1198-1208), Friedrich II. von Hohenstaufen (1212-1250), Heinrich (VII.) (1220-1235), Konrad IV. (1237-1254).
_ Der Tod Kaiser Friedrichs II. (1250) brachte dann das Ende der staufischen Machtstellung. Konrad IV. starb wenige Jahre nach seinem Vater (1254), sein Halbbruder Manfred (1254-1266) folgte ihm als Herrscher im Königreich Sizilien nach. Ein staufisches Nachspiel in Sizilien gab es, als nach dem Königtum Manfreds ? Manfred starb in der Schlacht bei Benevent gegen Karl I. von Anjou (1266-1284) ? der Sohn Konrads, der am 25. März 1252 geborene Konradin, in Sizilien eindrang und in der Schlacht bei Taggliacozzo (23. August 1268) geschlagen und gefangen genommen wurde. Konradin wurde am 29. Oktober 1268 auf dem Marktplatz von Neapel enthauptet, seine Leiche zunächst am Strand verscharrt, dann in der Kirche St. Maria del Carmine in Neapel beigesetzt.
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| | Stammtafel der staufischen Könige und Kaiser:
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| | Literatur: Akermann, Manfred, Die Staufer. Ein europäisches Herrschergeschlecht, Darmstadt 2003;
Buhlmann, Michael, Kaiserswerth und die Könige (= BGKw MA 9), Düsseldorf-Kaiserswerth 2009, S.27, 43;
Engels, Odilo, Die Staufer (= Urban Tb 154), Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz 31984; Text: Buhlmann
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Bearbeiter: Michael Buhlmann