Katalog der Erzbischöfe von Besançon
Die Regententabelle der Erzbischöfe von Besançon stammt aus einer Handschrift des 11. Jahrhunderts und erfuhr spätermittelalterliche Nachträge.
Edition: Series archiepisocoporum Bisontinorum III, hg. v. O. HOLDER-EGGER, in: Monumenta Germaniae Historica. Scriptores (in Folio), Bd.13: [Supplementa tomorum I-XII, pars I], hg. v. G. WAITZ, Hannover 1881, S.372f. - Ergänzungen der (Erz-) Bischofsliste: GAMS, P.B. (Hg.), Series episcoporum ecclesiae catholicae (quotquot innotuerunt a beato Petro apostolo), Regensburg 1873, S.514ff. - Übersetzung: BUHLMANN.
Namen der [Erz-] Bischöfe der Kirche von Besançon außer jenen, die durch ein verwerfliches Leben oder mit ihrem Eintrag aus dem Katalog gelöscht worden sind.
[Ergänzung: Ferreolus, 180-211?.]
1. Linus [3. Jahrhundert, 1. Hälfte]. Dieser baute als Erster die Kirche des heiligen Stephanus in Besançon, die bis zu [Bischof] Hilarius bestand.
[Ergänzung: Antidius I., ca.267.]
[Ergänzung: Germanus.]
2. Maximianus [†v.304]. Dieser führte ein eremitisches Leben sechs Meilen von der Stadt, wo er auch begraben wurde.
3. Paulinus [†ca.310]. Dieser war der Schüler des seligen Maximinus. Nach dessen Tod zog er sich wegen der [diokletianischen Christen-] Verfolgung des Maximianus [303-311] in dieselbe Einsamkeit zurück; und er ruhte in der Kirche des heiligen Stephanus vor dem Altar.
4. Eusebius [4. Jahrhundert, 1. Hälfte]. Dieser war ein Schüler des Papstes Miltiades [310-314]. Nach zwei Jahren erhielt er das Bischofsamt zurück.
5. Hilarius [4. Jahrhundert, 1. Hälfte]. In seiner Zeit wurde die Kirche des heiligen Stephanus von der Königin Helena, der Mutter des [Kaisers] Konstantin [306-337], wiederaufgebaut, weil es bis dahin keine andere Kirche in Besançon gab.
6. Pankratius [†ca.353]. Er war ein Zeitgenosse des Papstes Julius [I., 337-352], von dem er auch zum Bischof geweiht wurde.
7. Justus [ca.362]. Von ihm wird aus der Zeit des Apostaten [Kaiser] Julian [361-363] berichtet, dass er eine große Vertrautheit zum Märtyrer Eusebius, dem Bischof von Vercelli [345-371].
8. Aegnanus [†374]. Dieser erbaute zur Zeit des [Kaisers] Valentinian [I., 364-375] und des [Kaisers] Valens [364-378] die Kirche der heiligen Märtyrer Ferreolus und Ferrucius eine halbe Meile von der Stadt entfernt.
9. Silvester [I., 376-396?]. Dieser erbaute die Kirche des heiligen Mauritius.
[10. Fronimius.]
11. Desideratus [4. Jahrhundert, 1. Hälfte]. Dieser beendete [sein] heiligstes Leben im Ort Lons [-le-Saunier], wo er auch ruht.
12. Germanus [4. Jahrhundert, 1. Hälfte]. Für diesen bewirkte der Herr ein größtes Wunder beim heiligen Vitus.
13. Leontius [-443].
14. Chelidonius [†451?]. Zu seiner Zeit erreichte ein Arm des heiligen Stephanus Besançon.
15. Antidius [II.]. Dieser empfing zehn Meilen vor der Stadt [, wo er auch ruht,] die Todesstrafe unter dem Vandalenkönig Chrocus [ursprünglich ein Alemannenkönig aus dem 3. Jahrhundert].
[Ergänzung: Chelmegisl.]
[Ergänzung: Claudius I., ca.517.]
[Ergänzung: Urbicus, ca.549.]
[Ergänzung: Tetradius I., ca.560.]
[Ergänzung: Silvester II., ca.580.]
[Ergänzung: Vitalis I.]
16. Niketas [†ca.611]. Er war ein Zeitgenosse und Vertrauter des seligen Papstes Gregor [I., 690-604]. [Nachtrag:] Er erbaute auch die Kirche des heiligen Petrus.
17. Protadius [614?-624?].
18. Donatus [†660]. Durch diesen empfing die Kirche [von Besançon] die Orte Domblans und Arley. Er baute auch die Kirche des heiligen Paulus, in der er auch im Herrn ruht, und das Kloster Iussanum [in Besançon] mit seiner Mutter Flavia, die dort beerdigt ist.
19. Migetius.
20. Ternatius [†ca.680].
21. Gervasius.
22. Claudius [II., †693?].
[Ergänzung: Felix, ca.710.]
[Ergänzung: Tetradius II., †732.]
23. Abbo [ca.742]. Er lebte sehr enthaltsam, wodurch er das Bischofsamt erlangte.
24. Wandelbert
25. Evrald.
26. Auruleus [?].
27. Herväus [757, 762].
28. Gedeon [†796].
29. Bernoin [811, 829]. Dieser erbaute die Kirche des heiligen Evangelisten Johannes.
30. Amalwin [838, 840].
31. Arduicus [843, -872]. Dieser erwarb für die Beleuchtung der Kirche des heiligen Stephanus die Salzsteuer in Lons [-le-Saunier] aus der Hand des [Kaisers] Lothar [817-855], des Neffen des Königs Karl [!]. Er erlangte aber von König Karl [den Kahlen, 840-877] die Abtei in Bregille [und den Zoll in Besançon].
32. Dietrich [I., 872-895]. Durch diesen stellte König Zwentibold [895-900] der Kirche des heiligen Stephanus den Ort Pouilley wieder her.
33. Berengar [895-931]. Dieser war der Neffe des Dietrich, dem er im Erzbischofsamt folgte, beraubt und eingsetzt in gemeinsamer Wahl vor dem Altar des heiligen Stephanus, dessen Kanoniker er war. Aber wegen des ketzerischen Haimo verblendet, hatte er im Bischofsamt als Stellvertreter den Bischof Stefan [II., ca.900?] von Belley.
[Ergänzung: Aymin, ca.914.]
[Ergänzung: Gontier, ca.931.]
34. Girfred.
35. Guido.
[Ergänzung: Gottfried I., 944, 953.]
[Ergänzung: Guy, 958, 970.]
36. Wichard [10. Jahrhundert, 3. Drittel].
37. Leutald [993, 994].
38. Hektor [1002, -1015].
39. Walter [I., 1016-1031]. Dieser begann wiederum, die Kirche des heiligen Stephanus umzubauen nach Art der römischen Kirche St. Peter.
40. Hugo [I., 1031-1067]. Dieser veranlasste viel, nahm aber vieles zurück.
[Nachtrag:] Hugo II. [1067-1085]. Hugo III. [1085-1101]. Hugo IV. [1102-1107]. [Ergänzung: Wilhelm I., 1109-1117]. Anserik [1117-1134]. Humbert [1134-1162]. Walter [II., 1162-1163]. [Ergänzung: Herbert, 1163-1170]. Eberhard [1171-1180]. Dietrich [II., 1180-1190]. Der gewählte Stefan [1191-, 1193]. Amadeus [1197, -1220]. Gerhard [I., 1221-1225].
Johannes [I., 1225-1227]. Nikolaus [1227-1235]. Gottfried [II., 1236-1241]. [Ergänzung: Johann II., 1242-1244]. Wilhelm [II., 1245-1268]. [Zusatz: Im Jahr des Herrn 1253 geschah die Vereinigung der Kirche des heiligen Stephanus und (der) des heiligen Johannes durch den Herrn Legaten Hugo dieser (Kirchen-) Provinz in der Zeit des Erzbischofs Wilhelm Besançon am Folgetag des heiligen Martin im Winter (12.11.)]. Odo [1269-1301]. Hugo V. [1301-1312, davor: Bischof von Lüttich]. Vitalis [II., 1312-1333]. Hugo VI. [1334-1355]. Johannes [III., 1355-1361]. Ludwig [1361-1362]. Haimo [1362-1370]. Wilhelm [III., 1371-1391].
Gerhard [II., 1391-1404]. Theobald [1405-1429]. Johannes [IV.], Kardinal von Rouen [1429-1437]. [Ergänzung: Francois I., 1437-1438]. [Ergänzung: Johannes V., 1438]. Quintin [Ménart, 1438-1462].
Bearbeiter: Michael Buhlmann