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Latein

Latein

Latein, die lateinische Sprache ist vor rund 2700 Jahren entstanden und war zunächst die Sprache der Römer, der Einwohner des sich zur Stadt entwickelnden Roms. Für das 6. vorchristliche Jahrhundert ist die früheste lateinische Inschrift in Rom bezeugt, weitere Inschriften lassen den Zusammenhang des frühen Latein zur italischen Sprachgruppe und mithin zum Oskischen und Umbrischen erkennen. Latein gehört damit zur Gruppe der von Europa bis nach Indien verbreiteten indogermanischen Sprachen.

Mit dem politischen Aufstieg des Stadtstaates Rom zur den Mittelmeerraum beherrschenden Weltmacht (Imperium Romanum) verbreitete sich die lateinische Sprache von England bis nach Syrien, wobei im östlichen Mittelmeerraum das Griechische vorherrschend blieb. In die Epochen der mittleren und späten Republik sowie der römischen Kaiserzeit fallen die lateinische Vorklassik, Klassik und Nachklassik. Die klassische Zeit der lateinisch-römischen Literatur im 1. vorchristlichen bis 1. nachchristlichen Jahrhundert ist verbunden mit besonderen Leistungen in Dichtung (Vergil, Ovid), Rhetorik (Cicero, Quintilian) und Geschichtsschreibung (Sallust, Caesar, Livius, Tacitus). Die Nachklassik klingt im 3. Jahrhundert, im Zeitalter der Krise des römischen Kaiserreiches, aus.

In der Spätantike, im 4. und 5. nachchristlichen Jahrhundert, verstärkten sich sprachliche Entwicklungen, die das sog. Vulgärlatein, das Lateinische als Volkssprache, von der Hochsprache des schriftlichen Latein weiter abkoppelten. Auch die Schriftsprache unterlag - etwa in der Aussprache - Veränderungen. Das Vulgärlatein war dann - über regionale Dialektbildungen - Ausgangspunkt für die sich im Übergang von Spätantike zum Mittelalter formierenden romanischen Sprachen Italienisch, Französisch, Spanisch usw. Das Lateinische als Hoch- und Schriftsprache blieb von dieser Entwicklung weitgehend unberührt. Das Latein des Mittelalters, das sog. Mittellatein, war die Sprache der christlichen Kirche, der Bildung und der Wissenschaften (Theologie, Philosophie, artes liberales). Der Humanismus des 15. und 16. Jahrhunderts ahmte mit seinem "neuen" Latein das der klassischen römischen Antike nach. Neulatein, die lateinische Sprache der europäischen Neuzeit, blieb in der frühen Neuzeit eine wichtige überregionale Sprache, doch nahm seine Bedeutung vom 18. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert stetig ab. In neuerer Zeit verlor Latein seinen Einfluss als Sprache der Wissenschaft, es ist aber immer noch die Amtssprache der katholischen Kirche. Z.B. über Lehnwörter hat das Lateinische nichtsdestotrotz durch alle Jahrhunderte auf andere Sprachen, auch auf die deutsche, eingewirkt.

LateinGrammatik

MBLateinGrammatik ist eine Datenbank, die in alphabetischer Anordnung Begriffe, Regeln, Wörter, Deklinationen und Konjugationen zur lateinischen Sprache aufführt und erklärt.

Lateinische Literatur

Unter "lateinische Literatur" werden - alphabetisch geordnet - Inhalte lateinischer Texte verschiedenster Gattungen aus römischer Antike, europäischem Mittelalter und früher Neuzeit geboten.

Mittellateinische Vokabeln

Bereitgestellt werden in alphabetischer Anordnung "mittellateinische Vokabeln" und deren deutsche Übersetzung.

Übersetzungen aus dem mittelalterlichen Latein
Übersetzungen aus dem frühneuzeitlichen Latein

Mandat Kaiser Leopolds II. betreffend eine erste Bitte an das Kollegiatstift Kaiserswerth (1791 Februar 27) [53 kB]

Fotos: Sammlung Vogel, Düsseldorf-Kaiserswerth (Urkunde und Siegel Kaiser Leopolds II. vom 27. Februar 1791)

Lateinische Bücher aus der frühen Neuzeit

Zosimi Historiae Graece et Latine recensuit, notis criticis et commentario historico illustravit Io. Frid. Reitemeier i.v.d. ad calcem subiectae sunt animadversiones nonnullae C. G. Heynii, Lipsiae apud Weidmanni heredes et Reichium MDCCLXXXIV Buch (1784)

Fotos: Michael Buhlmann

Das oben zitierte Buch mit Erscheinungsjahr 1784 unterlag zu keinem Zeitpunkt Urheberrechten, bzw. Fristen eventueller Urheberrechte (abhängig vom Erscheinungsjahr bzw. Todesjahr des Autors/Urhebers) sind längst abgelaufen.

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