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Rezensionen (Geschichte)
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QAMRhKG = Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte

QDHG = Quellen und Darstellungen zur hansischen Geschichte

QFBrLG = Quellen und Forschungen zur braunschweigischen Landesgeschichte

QFGSA = Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts

QSGDO = Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens

QSVgDR = Quellen und Studien zur Verfassungsgeschichte des deutschen Reiches in Mittelalter und Neuzeit

Quarthal, Franz, Faix, Gerhard (Hg.) (2000), Die Habsburger im deutschen Südwesten. Neue Forschungen zur Geschichte Vorderösterreichs, Stuttgart 2000 > V Vorderösterreich

  Quellen und Forschungen zur Geschichte der Abtei Reichenau, hg. v.d. Badischen Historischen Kommission: Bd.1 (1890): Brandi, Karl, Die Reichenauer Urkundenfälschungen, Heidelberg 1890, XII, 132 S., 17 Taf., beschäftigt sich mit der Überlieferung der mittelalterlichen Reichenauer Urkunden, den original überlieferten Diplomen, Papsturkunden und Privaturkunden, den Urkundenabschriften und Urkundenübersetzungen ins Deutsche (in der Chronik des Gallus Öhem), den Urkundenfälschungen des 11. und 12. Jahrhunderts (äußere, innere Urkundenkritik), betreffend hauptsächlich die sog. Reichenauer Gründungsurkunden und die Diplome fränkisch-deutscher Herrscher. Bd.2 (1893): Brandi, Karl (Bearb.), Die Chronik des Gallus Öhem, Heidelberg 1893, XXVIII, 216 S., 19 Taf., gibt zunächst einen Überblick über die Reichenauer Geschichtsschreibung vom 8./9. Jahrhundert über Hermann und Berthold von Reichenau bis eben zu Gallus Öhem (†n.1511) und der Reichenauer Geschichtsschreibung der frühen Neuzeit. Die Chronik des Gallus Öhem, auf Deutsch niedergeschrieben und handschriftlich vielfach überliefert, beginnt nach einem Vorwort mit der Gründung der Reichenau, listet die frühen Schenkungen an das Kloster auf, um danach auf die Insel und die Reichenauer "Kirchenlandschaft" einzugehen. Der zweite Teil der Chronik ist eine Abtsgeschichte bis auf Abt Friedrich II. (1427-1453). Zum Abschluss sind eine Liste der Reichenauer Äbte, der Konventsherren zur Zeit Abt Albrechts von Ramstein (1259-1294) und der Adligen, Lehnsleute und Ministerialen im Zusammenhang mit der Reichenau aufgeführt. > R Reichenau [Buhlmann, 07.2011]

Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens beschäftigen sich mit der Geschichte des Deutschen Ordens in Mittelalter und Neuzeit. Der Deutsche Orden, entstanden gegen Ende des 12. Jahrhunderts als einer der großen palästinensischen Ritterorden, ist dennoch weniger wegen seiner Bedeutung für die Kreuzfahrerstaaten im Vorderen Orient bekannt als durch die Missionierung und Eroberung Preußens und Livlands, wo er im Verlauf des 13. und 14. Jahrhunderts ein Territorium ausbilden konnte. Innere und äußere Konflikte (mit Polen) führten dann im 15. Jahrhundert zum Niedergang des Ordensstaates und schließlich - im Zuge der Reformation - zur Säkularisierung Preußens (1525). Im 15. Jahrhundert wuchs der Gegensatz zwischen dem Orden in Preußen und dem im deutschen Reich, was insbesondere die Stellung der Deutschmeister betraf. Letztere hatten die Leitung des Ordens im Reich inne; seit dem Bauernkrieg (1524/25) war das Mergentheimer Ordenshaus Residenz des Deutschmeisters. Nachdem der Deutschordensstaat Preußen protestantisch geworden war, verwaltete der Mergentheimer Deutschmeister das nunmehr vakante Hochmeisteramt. Der Orden lehnte sich seit der Regierung des Deutschmeisters Maximilian von Österreich (1589-1618) politisch zunehmend an Habsburg-Vorderösterreich an. Verbunden damit waren notwendige Reformen, zumal die Anzahl der Ordensritter immer mehr abgenommen hatte. Der Deutsche Orden überstand im habsburgischen Fahrwasser weitgehend unbeschadet die Kriege des 17. Jahrhunderts. Im Gefolge der Säkularisation am Beginn des 19. Jahrhunderts war der Orden nur noch auf die habsburgischen Territorien beschränkt, heute ist der Deutsche Orden eine sozial-karitative Einrichtung, ein geistlicher Orden.
Aus der Reihe zur Geschichte des Deutschen Ordens seien genannt: Bd.1 (1967): Wieser, Klemens (Hg.), Acht Jahrhunderte Deutscher Orden in Einzeldarstellungen. Festschrift Marian Tumler, Bad Godesberg 1967, XXI, 671 S., DM 59,-; Bd.2 (1967): Forstreuter, Kurt, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bonn 1967, 268 S., DM 40,-; Bd.5 (1969): Nobel, Wilhelm, Michael Küchmeister, Hochmeister des Deutschen Ordens 1414-22, Bad Godesberg 1969, X, 158 S., DM 28,-; Bd.8 (1969): Limburg, Hans, Die Hochmeister des Deutschen Ordens und die Ballei Koblenz, Bad Godesberg 1969, X, 226 S., DM 40,-; Bd.9 (1979): Schmidt, Rüdiger, Die Deutschordenskommenden Trier und Beckingen (1242-1794), Marburg 1979, VIII, 559 S., DM 58,-; Bd.10 (1970): Maschke, Erich, Domus Hospitalis Theutonicorum. Europäische Verbindungslinien der Deutschordensgeschichte. Gesammelte Aufsätze, Bonn-Bad Godesberg 1970, IX, 228 S., DM 25,-; Bd.15 (1969): Lückerath, Carl August, Paul von Rusdorf, Hochmeister des Deutschen Ordens 1422-1441, Bad Godesberg 1969, XI, 240 S., DM 32,80; Bd.16 (1970): Militzer, Klaus, Die Entstehung der Deutschordensballeien im Deutschen Reich, Bonn 1970, VII, 219 S., DM 38,-; Bd.23 (1985): Diefenbacher, Michael, Territorienbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar im 15. und 16. Jahrhundert. Urbare der Kommenden Heilbronn und Horneck sowie der Ämter Scheuerberg, Kirchhausen und Stocksberg von 1427 bis 1555, Marburg 1985, XII, 568 S., DM 54,-; Bd.24 (1970): Jähnig, Bernhart, Johann von Wallenrode OT. Erzbischof von Riga, Königlicher Rat, Deutschordensdiplomat und Bischof von Lüttich im Zeitalter des Schismas und des Konstanzer Konzils (um 1370-1419), Bonn-Bad Godesberg 1970, XI, 231 S., DM 34,80; Bd.31 (1970): Boesch, Gottfried (Hg.), Das Jahrzeitenbuch der Deutschordenskommende Hitzkirch aus dem Jahre 1432/33 mit dem Fragment A von 1399, Bonn-Bad Godesberg 1970, XII, 367 S., DM 39,80; Bd.33 (1975): Hopfenzitz, Josef, Kommende Oettingen Deutschen Ordens (1242-1805). Recht und Wirtschaft im territorialen Spannungsfeld, Bonn-Bad Godesberg 1975, XVI, 306 S., DM 39,80; Bd.38 (1989): Arnold, Udo (Hg.), Zur Wirtschaftsentwicklung des Deutschen Ordens im Mittelalter, Marburg 1989, VI, 189 S., DM 20,-; Bd.39 (1991): Weiss, Dieter J., Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter, Neustadt a.d. Aisch 1991, XIV, 582 S., DM 79,-. > D Deutscher Orden [Buhlmann, 10.1996, 06.2011]

Quellen zur Konfessionskunde stellen (in deutscher Übersetzung) kirchliche und theologische Quellen zur Geschichte des Christentums vor, geordnet nach besonderen Themen. Reihe A: Römisch-katholische Quellen: Bd.1 (1954/57), bearb. v. Manfred Jacobs, Hans Graß, Wilfried Jost, Leonhard Dendt, Kurt Dietrich Schmidt, Karl Gerhard Steck, Helmut Echternach, Lüneburg 1954-1957, XVI, 416 S., € 2,- (mit den Beiträgen: Die katholische Lehre von der heiligen Schrift und von der Tradition, Die katholische Lehre von der Rechtfertigung und von der Gnade, Die katholische Lehre von Messe und Abendmahl, Die katholische Staatslehre, Die katholische Lehre von der Kirche, Die katholische Lehre von der Gotteserkenntnis). [Buhlmann, 01.2017]

Quellen zur mittelalterlichen Geschichte St. Georgens ist eine Reihe mit (aus dem Latein) übersetzten mittelalterlichen Texten (Historiografie, Hagiografie, Nekrologien u.a., Urkunden) hauptsächlich zur Geschichte des Klosters und Ortes St. Georgen im Schwarzwald. Bisher sind erschienen: Tl.I (2002): Buhlmann, Michael, St. Georgen und Südwestdeutschland bis zum Mittelalter (= VA 2), St. Georgen 2002, 48 S., € 4,-, befasst sich mit St. Georgen und Südwestdeutschland bis zum Mittelalter, d.h. mit der Vor-, Früh- und alemannisch-schwäbischen Geschichte vor der Gründung des Benediktinerklosters in St. Georgen (1084). Tl.II (2002): Buhlmann, Michael, Gründung und Anfänge des Klosters St. Georgen im Schwarzwald. Quellen zur mittelalterlichen Geschichte St. Georgens (= VA 3), St. Georgen 2002, 48 S., € 4,-, behandelt Gründung und Anfänge des Klosters St. Georgen im Schwarzwald und befasst sich mit den ersten Jahrzehnten der Geschichte des 1084 entstandenen Benediktinerklosters. Im Mittelpunkt steht der Gründungsbericht der St. Georgener Mönchsgemeinschaft, der einen vielfältigen Einblick in das historische Geschehen und die gesellschaftlichen Zusammenhänge der damaligen Zeit gibt. Tl.III (2004): Buhlmann, Michael, Abt Theoger von St. Georgen (= VA 7), St. Georgen 2004, 60 S., € 4,-, befasst sich mit Abt Theoger von St. Georgen (1088-1119), der das Schwarzwaldkloster zu einem Mittelpunkt benediktinischen Reformmönchtums nicht nur für Süddeutschland machte. Die überlieferte umfangreiche Lebensbeschreibung des heiligen Abtes belegt dabei eindringlich die Bedeutung Theogers für das Kloster St. Georgen, das Mönchtum und die Kirche in der Zeit des Investiturstreits (1075-1122). Tl.IV (2004): Buhlmann, Michael, Die Päpste in ihren Beziehungen zum mittelalterlichen Kloster St. Georgen (= VA 8), St. Georgen 2004, 52 S., € 4,-, stellt eine Reihe von Papsturkunden und -briefen vor - von der ersten Begünstigung des Schwarzwaldklosters im Jahre 1095 über die hochmittelalterlichen Verfügungen bis hin zu den Privilegierungen des 15. Jahrhunderts. Tl.V (2004): Buhlmann, Michael, Die deutschen Könige in ihren Beziehungen zum mittelalterlichen Kloster St. Georgen (= VA 9), St. Georgen 2004, 48 S., € 4,-, stellt die königlichen Privilegierungen des hohen und späten Mittelalters vor, beginnend mit den Diplomen der Kaiser Heinrich V. und Friedrich I. Barbarossa und fortschreitend mit den Königsurkunden des 13. und 14. Jahrhunderts. Die letzten Privilegien römisch-deutscher Kaiser zeigen das Schwarzwaldkloster am Vorabend von Reformation und württembergischer Herrschaft (1536) in einem komplexen Beziehungsgeflecht zwischen Reich und Landstandschaft. Tl.VI (2004): Buhlmann, Michael, Besitz, Grundherrschaft und Vogtei des hochmittelalterlichen Klosters St. Georgen (= VA 11), St. Georgen 2004, 48 S., € 4,-, hat die wirtschaftlichen Grundlagen der Schwarzwälder Mönchsgemeinschaft zum Inhalt. Es geht um Besitz, Grundherrschaft und Vogtei des Klosters St. Georgen im hohen Mittelalter, also im 11. bis 13. Jahrhundert, dargestellt anhand der überlieferten Schenkungs-, Kauf- und Tauschurkunden. Tl.VII (2004): Buhlmann, Michael, Der Tennenbacher Güterstreit (= VA 12), St. Georgen 2004, 44 S., € 4,-, behandelt die Besitzstreitigkeiten zwischen der Benediktinerabtei St. Georgen und dem Zisterzienserkloster Tennenbach. Diese haben in den Jahren 1180 bis 1187 Herzöge, Bischöfe und sogar Päpste beschäftigt und fanden daher in der mittelalterlichen Quellenüberlieferung einen reichlichen Niederschlag. Tl.VIII (2005): Buhlmann, Michael, St. Georgen als Reformmittelpunkt benediktinischen Mönchtums (= VA 20), St. Georgen 2005, 60 S., € 4,-, befasst sich mit der Rolle des Klosters St. Georgen als Reformmittelpunkt benediktinischen Mönchtums im Netzwerk der Reformklöster des endenden 11. und des 12. Jahrhunderts. Die (Hirsau-) St. Georgener Klosterreform umfasste dabei eine Reihe von elsässisch-lothringischen, süddeutschen und österreichischen Mönchsgemeinschaften wie Gengenbach, Hugshofen, Ottobeuren, Prüfening oder Mallersdorf. Bedeutend wurde das von zwei Äbten aus St. Georgen geleitete Kloster Admont, das selbst Ausgangspunkt der sog. Admonter Reform wurde. Tl.IX (2007): Buhlmann, Michael, Die vom Kloster St. Georgen abhängigen geistlichen Gemeinschaften (= VA 36), St. Georgen 2007, 60 S., € 4,-, behandelt die beträchtliche Außenwirkung St. Georgens als Reformmittelpunkt benediktinischen Mönchtums seit Abt Theoger (1088-1119). Die vom Kloster St. Georgen abhängigen geistlichen Gemeinschaften, Tochterklöster, Priorate und Nonnengemeinschaften unter geistlicher und weltlicher Aufsicht, waren Ausfluss der (Hirsau-) St. Georgener Klosterreform. [Buhlmann, 11.2002, 03.2004, 06.2004, 07.2004, 11.2004, 11.2005, 12.2007, 12.2014]

QuS = Quellen und Studien. Veröffentlichungen des Instituts für kirchengeschichtliche Forschung des Bistums Essen

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