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Lateinische Literatur
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Eberhard von Béthune [vor 1212], Eberhardi Bethuniensis Graecismus, hg. v. Johannes Wrobel (= Corpus grammaticorum medii aevi, Bd.I), Breslau 1887, Nachdruck Hildesheim 1987. Der "Grecismus" des Eberhard von Béthune (†1212) ist eine hochmittelalterliche lateinische Versgrammatik, die gerade im späten Mittelalter große Verbreitung fand (über 200 Handschriften). Der nach den griechisch-lateinischen Lehnwörtern des 8. Kapitels benannte "Grecismus" löste damit weitgehend die spätantiken Grammatiken des Donat und Priscian ab. Vgl. Stiene, Heinz Heinrich, Ein unbekanntes Fragment der Versgrammatik 'Grecismus' des Eberhard von Béthune aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts im Propsteiarchiv zu Kempen, in: Neuheuser, Hanns Peter (Hg.) (1999), Die Handschriften des Propsteiarchivs Kempten. Interdisziplinäre Beiträge, Köln-Weimar-Wien 1999, S.107-124, hier: S.108. [Buhlmann, 10.2011]

Ebo von Michelsberg [1150er-Jahre], Vita Ottonis episcopi et confessoris Bambergensis ["Lebensbeschreibung des Bischofs und Bekenners Otto von Bamberg"], als: Heiligenleben zur deutsch-slawischen Geschichte. Adalbert von Prag und Otto von Bamberg, hg. v. Lorenz Weinrich (= FSGA A 23), Darmstadt 2005, S.192-271. Der Bamberger Bischof Otto I. (1102-1139) machte sich u.a. in der Reichspolitik (Wormser Konkordat 1122) und in der Klosterreformbewegung (Klostergründungen) einen Namen; weiter ist er als Missionar der heidnischen Pommern (1124/25, 1128) berühmt geworden. Über den bald als Heiligen verehrten und 1189 heiliggesprochenen Bischof entstanden noch im 12. Jahrhundert drei lateinische Lebensbeschreibungen. Die zweite ist eine Vita aus dem Kloster Michelsberg in Bamberg, verfasst von dem Mönch Ebo von Michelsberg (†1163). Entstanden ist diese lateinische Vita in den 1150er-Jahren u.a. auf der Grundlage der ersten, Prüfeninger Vita Ottonis episcopi Bambergensis, gegliedert ist sie in drei Bücher. [Buhlmann, 04.2016]

Ebstorfer Weltkarte [ca.1300 oder 1214/15 bzw. 1223/44]. Die nur in modernen Kopien erhaltene mittelalterliche Ebstorfer Weltkarte ist annähernd quadratisch mit einer Fläche von 12,74 qm. Als mappa mundi des hohen Mittelalters vermittelt mit ihren biblisch-heilsgeschichtlichen Bezügen (2345 Text- und Bildeinträge) die lateinische Karte spirituell Geografie auf der Grundlage des TO-Schemas mit Jerusalem als Mittelpunkt. Vgl. Reichert, Folker (2013), Das Bild der Welt im Mittelalter, Darmstadt 2013, S.52-59. [Buhlmann, 05.2015]

Ecbasis cuiusdam captivi per tropologiam ["Sinnbildliche Flucht eines Gefangenen"] [11. Jahrhundert, Mitte]. Die Ecbasis cuiusdam captivi per tropologiam, entstanden um die Mitte des 11. Jahrhunderts, geschrieben in 1170 Hexametern, ist als Tierfabel eine Parodie auf den Hoftag des Löwen als König der Tiere. Die Fabel schildert neben anderem Flucht und Heimkehr eines Kalbes. Der unbekannte Verfasser kritisiert satirisch die Geistlichkeit und den Adel seiner Zeit. Vgl. Althoff, Gerd, Meier, Christel (2011), Ironie im Mittelalter. Hermeneutik - Dichtung - Politik, Darmstadt 2011, S.178f. [Buhlmann, 05.2015]

Echo Melanchtonis resonabiliter respondens Martino Luthero, eiulanti et lamentanti in montibus furiosis, Wüttendberg dictis, [Köln, Jaspar von Gennep] 1545, in: Steiniger, Judith (2013), Echo Melanchtonis (...) und Dialogus Philalethis et Genii (...). Zwei im Rahmen des Kölner Refomartionsversuchs verfasste, unbekannt gebliebene Flugschriften aus dem Jahr 1545, in: AHVN 216 (2013), S.57-94, hier: S.63-74. Die in Köln gedruckte Flugschrift Echo Melanchtonis ist eine Spottschrift auf die Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchton, die auf dem fiktiven "Wüttendberg" (Wittenberg) diskutierend vorgestellt werden. [Buhlmann, 05.2014]

Eddius Stephanus [709/20], Vita Wilfridi ["Lebensbeschreibung des Wilfrid"], als: The Life of Bishop Wilfrid by Eddius Stephanus, hg. und übers. v. Bertram Colgrave, Cambridge 1927. Eddius Stephanus war Mönch im Kloster Rippon und verfasste zwischen 709 und 720 nach dem Vorbild der Cuthbertvita eine Vita Wilfridi. Der Northumbrier Wilfrid (*ca.634-†709/10), der spätere Bischof von York (669-691), wurde im Kloster Lindisfarne erzogen und bereiste in den 50er-Jahren des 7. Jahrhunderts Canterbury, Rom und Lyon. Der Verfechter der römischen Liturgie in England - hier ist das berühmte Religionsgespräch von Whitby (664) mit dem irischen Bischof Colman von Lindisfarne (†ca.680) zu nennen - geriet in Italien auch in näheren Kontakt zum benediktinischen Mönchtum. Auf jeden Fall führte Wilfrid als Abt von Ripon die Benediktinerregel in seinem Kloster ein. Auseinandersetzungen mit den angelsächsischen Herrschern, dem Erzbischof von Canterbury und verschiedenen Äbten und Bischöfen um die kirchliche Organisation in England (ab 678, dem Jahr der Absetzung Wilfrids) führten zu einer noch stärkeren Anlehnung Wilfrids an Rom, dokumentiert in den zwei Romreisen von 678/79 und 703. Gerade die Reise von 678/79 brachte Wilfrid auch in Kontakt zu den Friesen in Quentovic; der Friesenkönig Aldgisel (650/78) soll den Bischof freundlich aufgenommen haben, der dort erfolgreich den christlichen Glauben predigte. Vgl. Laudage, Marie-Luise (1991), Caritas und Memoria mittelalterlicher Bischöfe (= MHF 3), Köln-Weimar-Wien 1991, S.77ff. [Buhlmann, 07.2012]

Einhard [vor 791/94/96], [Urkunden des Klosters Fulda]. Einhard (*ca.770-†840?), Höfling der Kaiser Karl des Großen (768-814) und Ludwig des Frommen (814-840), erfuhr in der äußeren Klosterschule der Abtei Fulda seine (lateinische) Ausbildung. Seit den 780er-Jahren schrieb Einhard Urkunden für die Mönchsgeminschaft, abschriftlich überliefert ist aus dem hohen Mittelalter eine Schenkungsurkunde von (den Eltern?) Einhard und Engilfrit (780/96). Vgl. Patzold, Steffen (2013), Ich und Karl der Große. Das Leben des Höflings Einhard, Stuttgart 2013, S.26f, 52. [Buhlmann, 12.2013]

Einhard [ab 815]: [Briefe], als: Epistolae, hg. v. Karl Hampe, in: MGH. Eppistolae, Bd.5, Berlin 1899, S.105-145. Einhard verfasste eine Anzahl von lateinischen Briefen (überliefert durch Mönche im Genter Kloster St. Bavo), in eigener Sache (als Laienabt, als Fürsprecher Dritter, als Gelehrter [Anfrage bzgl. des Halleyschen Kometen 837], Briefverkehr mit Lupus von Ferrières, mit König Ludwig dem Deutschen [830/43-876]), teilweise aber auch im Auftrag Kaiser Ludwigs des Frommen (814-840) (Mahnschreiben an Kaiser Lothar I. [817-855] 830). Vgl. Patzold, Steffen (2013), Ich und Karl der Große. Das Leben des Höflings Einhard, Stuttgart 2013, S.223ff, 257ff, 262f, 278. [Buhlmann, 01.2014]

Einhard [829]: Vita Karoli Magni ["Leben Kaiser Karls des Großen"], in: Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte. Tl.1: Die Reichsannalen. Einhard, Leben Karls des Großen. Zwei "Leben" Ludwigs. Nithard, Geschichten, hg. v. Reinhold Rau (= FSGA A 5), Darmstadt 1955, S.157-211. Vor dem Hintergrund von Alter und Krankheit sowie des Wunsches, dem Hof Kaiser Ludwigs des Frommen (814-840) den Rücken zu kehren, schrieb Einhard wohl in Frühjahr und Sommer 829 die Vita Karoli, vielfach abgeschrieben und gelesen im Mittelalter. Das Werk stellt seinen Autor dar als profunden Kenner des Lateinischen (Sueton, Cicero, Sulpicius Severus, Augustinus), als in der Politik erfahrenen Höfling und Berater unter den Kaisern Karl den Großen (768-814) und Ludwig den Frommen. Die "zeitlose Herrscherbiographie", den Niederungen aktueller Politik enthoben und doch für diese von Nutzen, stellt einen idealisierten Kaiser Karl dar: Kriegszüge stehen so neben Alltäglichem, Betrachtungen zum politischen Aufstieg der Karolinger neben Familiärem; Einhard behandelt vita, conversatio und res gestae des Herrschers. Vgl. Patzold, Steffen (2013), Ich und Karl der Große. Das Leben des Höflings Einhard, Stuttgart 2013, S.193-205. [Buhlmann, 01.2014]

Einhard [830]: Translatio ss. Marcellini et Petri ["Überführung der Heiligen Marcellinus und Petrus"], hg. v. Georg Waitz, in: MGH. Scriptores in Folio, Bd.15,1, Hannover 1887, S.238-264. Einhard gelang 827/28 der Erwerb der Körperreliquien der römischen Heiligenmärtyrer Marcellinus und Petrus, die zunächst in die (bis 827) neu errichtete (Einhards-) Basilika in Michelstadt, schließlich aber in das Kirchenhaus in Mulinheim (Bau der Einhardsbasilika ab 829?) kamen, und verfasste darüber den Translationsbericht Translatio ss. Marcellini et Petri (Diebstahl der Reliquien in Rom, deren Überführung, Auseinandersetzungen mit Hilduin). Vgl. Patzold, Steffen (2013), Ich und Karl der Große. Das Leben des Höflings Einhard, Stuttgart 2013, S.131-146. [Buhlmann, 01.2014]

Einhard [836]: De adoranda cruce ["Vom anzubetenden Kreuz"], hg. v. Karl Hampe, in: MGH. Eppistolae, Bd.5, Berlin 1899, S.146-149. Im Dezember 835 starb Einhards Ehefrau Emma, die Schrift De adoranda cruce (836) verschaffte dem Witwer immerhin einen gewissen Trost. Einhard relativiert darin - unter dem Eindruck der Vergeblichkeit der eigenen Gebete - die Wirksamkeit der Gebete an die Heiligen im Vergleich zum Gebet an Gott. Vgl. Patzold, Steffen (2013), Ich und Karl der Große. Das Leben des Höflings Einhard, Stuttgart 2013, S.266-270. [Buhlmann, 01.2014]

Einsiedeln, Stiftsbibliothek Cod.302 [10. Jahrhundert], wohl französischer Herkunft, ist eine Sammelhandschrift, die u.a. Gedichte, einen Text über die Eigenschaften Gottes, die Monasticha de aerumnis Herculis des Ausonius sowie Arators De actibus apostolorum enthält. Vgl. Schlechter, Armin (1993), Die althochdeutschen Aratorglossen der Handschrift Rom Biblioteca Apostolica Vaticana Pal. Lat. 1716 und verwandte Glossierungen, Göttingen 1993, S.262-269. [Buhlmann, 07.2012]

Einsiedler Gedichte [54/68 n.Chr.]. Die zwei lateinischen Einsiedler Gedichte, die Carmina Einsidlensia, stammen aus einer Sammelhandschrift des Klosters Einsiedeln aus dem 10. Jahrhundert und werden der bukolischen Dichtung aus der Zeit des römischen Kaisers Nero (54-68) zugeordnet. Das erste Einsiedler Gedicht enthält mit dem Streitgespräch zwischen den zwei Hirten Thamyras und Ladas Panegyrik auf Kaiser Nero, das zweite Gedicht beschreibt das goldene Zeitalter unter Nero. Vgl. Effe, Bernd, Binder, Gerhard (2001), Antike Hirtendichtung. Eine Einführung, Düsseldorf-Zürich 22001, S.114-123. [Buhlmann, 07.2006]

Engelbert von Admont [14. Jahrhundert, 1. Jahrzehnt], De regimine principum ["(Erster) Fürstenspiegel"]. Engelbert von Admont (†1331) war ein "scholastischer Philosoph" und Admonter Mönch, der nach Studium und Aufenthalt in Prag (1271-1276) und Padua (1276-1285) und nochmaligem Aufenthalt in Admont (1285-1286/87) Abt des Klosters St. Peter in Salzburg (1287-1297) wurde und schließlich Klosterleiter von Admont (1297-1327) war. Die Entstehung von Engelberts erster Fürstenspiegelschrift De regimine principum ist auf das 1. Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts zu datieren; Vorüberlegungen dazu hatte er in einem im Admonter Codex 608 (n.1295) überlieferten Kompendium zu Ciceros Schrift De officiis angelegt (1287/97). Daneben verwendete Engelbert für seinen ersten Fürstenspiegel die Summa theologiae des Thomas von Aquin und den Fürstenspiegel De regimine principum des Aegidius Romanus. Vgl. Ubl, Karl (1999), Zur Entstehung der Fürstenspiegel Engelberts von Admont (†1331), in: DA 55 (1999), S.499-548. [Buhlmann, 09.2016]

Engelbert von Admont [um 1310], Speculum virtutum ["(Zweiter) Fürstenspiegel"]. Unmittelbar nach seinem ersten Fürstenspiegel De regimine principum verfasste Engelbert von Admont einen zweiten, den Speculum virtutum. Dabei benutzte er den ersten Spiegel. Die Schrift Speculum virtutum als fürstliche Tugendlehre ist den Fürstensöhnen Albrecht (*1298) und Otto von Habsburg (*1301) gewidmet. Vgl. Ubl, Karl (1999), Zur Entstehung der Fürstenspiegel Engelberts von Admont (†1331), in: DA 55 (1999), S.499-548. [Buhlmann, 09.2016]

Ennius, [Quintus] [nach 189 v.Chr.], Ambracia ist eine nicht überlieferte fabula praetexta des Quintus Ennius (*239-†169 v.Chr.) zur Einnahme der ätolischen Stadt Ambrakia durch die Römer (189 v.Chr.). Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.46. [Buhlmann, 01.2013]

Ennius, [Quintus] [um 180 v.Chr.], [Fabeln]. Quintus Ennius übertrug auch Fabeln des griechischen Fabeldichters Äsop (6. Jahrhundert v.Chr., Mitte), u.a. die berühmte Fabel von der Haubenlerche. Vgl. Antike Fabeln, übers. v. Ludwig Mader (1951) (= dtv 6024), München 1973, S.19. [Buhlmann, 04.2017]

Ennius, [Quintus] [vor 169 v.Chr.], Annales. Der eingebürgerte Römer Quintus Ennius (*239-†169 v.Chr.) schrieb das 18 Bücher umfassende, aus Hexametern bestehende Epos der Geschichte Roms von der römischen Frühzeit über die Königszeit, die frühe römische Republik und die Eroberung Italiens, den Ersten und Zweiten Punischen Krieg bis zu den Kriegen gegen Makedonien und in Istrien. Von den Annales sind noch 600 Verse erhalten. Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.14ff. [Buhlmann, 09.2011]

Ennius, [Quintus] [vor 169 v.Chr.], Sabinae ist eine nicht überlieferte fabula praetexta zur Entstehung Roms. Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.46. [Buhlmann, 01.2013]

Ennius, [Quintus] [vor 169 v.Chr.], [Tragödien]. Ennius gilt als Verfasser der Tragödien Achilles, Aiax, Alcmeo, Alexander, Andromacha, Andromeda, Athamas, Cresphontes, Erechtheus, Eumenides, Hectoris lytra, Hecuba, Iphigenia, Medea, Melanippa, Nemea, Phoenix, Telamo, Telephus, Thyestes. Von den Tragödien sind etwa 420 Verse überliefert. Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.41. [Buhlmann, 07.2012]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], [Epigramme]. Der spätantike Christ Magnus Felix Ennodius (*473/74-†521) entstammte einer reichen Familie aus Südgallien, wuchs in Norditalien auf und stieg u.a. auf Grund erfolgreich durchgeführter diplomatisch-kirchlicher Missionen in der Hierarchie der Kirche von Pavia (Ticinum) bzw. Mailand unter den Bischöfen Epiphanius (466-497) bzw. Laurentius I. (ca.490-ca.511) auf; ab 513/15 war Ennodius Bischof von Pavia. Noch vor seiner Zeit als Bischof verfasste Ennodius u.a. 151 Epigramme einschließlich Epitaphien und Gegenstandsbeschreibungen. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], [Briefe]. Von Magnus Felix Ennodius stammen rund 300 Briefe, gerichtet an weltliche und kirchliche Würdenträger, meist Bitten, Glückwünsche oder Empfehlungsschreiben. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], Paraenesis didascalica ist eine von Magnus Felix Ennodius stammende Schrift didaktisch-pädagogischen Inhalts. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], Dictiones ethicae et controversia sind 15 von Magnus Felix Ennodius verfasste Musterreden und damit Schriften didaktisch-pädagogischen Inhalts. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], Dictiones scholastica sind von Magnus Felix Ennodius verfasste Schriften didaktisch-pädagogischen Inhalts. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], Dictiones sacrae. Die Dictiones sacrae beschäftigen sich mit kirchlichen Anlässen wie Weihen, Ordinationen oder Jahrestagen. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], Benedictiones cerae. In zwei Reden über die Benedictiones cerae geht es um die Weihe von Kerzen in der Osternacht. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [496/513], Praeceptum de cellulanis. In seiner Schrift Praeceptum de cellulanis spricht sich Ennodius für das "gemeinsame Leben" und die Askese von Geistlichen aus. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [vor 502], Dictio de haereticis et synodo. Die Dictio de haereticis et synodo ist eine dogmatische Schrift, verfasst im Auftrag des römischen Bischofs Symmachus (498-514; Laurentianisches Schisma 498-506). Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [nach 502], Libellus adversus eos qui contra synodum scribere praesumpserint. Im Libellus adversus eos qui contra synodum scribere praesumpserint wendet sich Ennodius gegen die Gegner des römischen Bischofs Symmachus (498-514) im Laurentianischen Schisma, die die Entscheidungen einer Synode des Jahres 502 nicht anerkannten. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [vor 504 bzw. 504], Vita Epifani, als: Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.29-137. Noch vor seiner Zeit als Bischof verfasste Ennodius auch die Lebensbeschreibung über seinen späteren Amtsvorgänger, den Bischof Epiphanius von Pavia (466-497). Darin stellt er Epiphanius als politische, kirchenpolitische und historische Gestalt dar. Er betont Herkunft und kirchliche Tätigkeit des Bischofs, dessen bischöfliche Aufgaben in Seelsorge und Askese, in Politik (Gesandtschaften zu Kaisern [Anthemius, Glycerius] und Königen [Eurich, Theoderich, Gundobad]) und Krieg (zwischen Orestes und Odoaker, Odoaker und Theoderich). Die Vita Epifani wurde im Mittelalter mehrfach rezipiert, u.a. von Paulus Diaconus in seiner Historia Romana (v.774) und von den Verfassern des Transitus sancti Epiphanii (v.893) und der Translatio sancti Epiphanii (n.984). [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [507, Frühjahr], Panegyricus [auf König Theoderich]. Zum Frühjahr 507 ist eine "Lobrede" des Ennodius auf den Ostgotenkönig Theoderich (493-526) überlifert. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [um 520], Vita Antoni, als: Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.141-168. Wohl kurz vor seinem Zeit verfasste Ennodius die Lebensbeschreibung über den Mönch Antonius, dessen Herkunft und geistliche Erziehung, dessen Leben als Eremit und als Mönch im bedeutenden Kloster Lérins. In Lérins starb Antonius auch (504/20?). [Buhlmann, 01.2017]

Ennodius, Magnus Felix [vor 521], Eucharisticum de vita sua ["Autobiografie"]. In stilistischer Anlehnung an die Confessiones des Kirchenvaters Augustinus (†430) verfasste Ennodius das Eucharisticum de vita sua als "autobiografischen" Text. Vgl. Ennodius, Magnus Felix, Heiligenviten. Epiphanius von Pavia / Antonius von Lerins. Lateinisch und deutsch, hg. u. übers. v. Frank M. Ausbüttel (= TzF 109), Darmstadt 2016, S.12f. [Buhlmann, 01.2017]

Erasmus von Rotterdam [1506/09, 1529], De pueris statim et liberaliter instituendis ["Über die unmittelbare und freiheitliche Erziehung von Jungen"]. Der bedeutende Humanist Erasmus von Rotterdam (*1476-†1536) bietet mit seiner humanistischen Bildungsschrift De pueris statim et liberaliter instituendis grundsätzliche Einblicke in eine Jungenerziehung, die von den kindlich-psychologischen Gegebenheiten (Neugierde, Gedächtnis, Nachahmung) sowie den Lehr- und Lernmitteln (Lernen als Spiel [ludus], Theorie und Praxis, Rolle von Text und Abbildung) ausgeht und als Diktum das ständige Lernen während des ganzen Lebens betont. Vgl. Korenjak, Martin (2016), Geschichte der neulateinischen Literatur, München 2016, S.121-124. [Buhlmann, 07.2016]

Erzbischöfliches Archiv Freiburg, Codex Ha 56 [14. Jahrhundert]. Der Codex Ha 56 des Erzbischöfliches Archivs Freiburg stellt eine Einkünfteverzeichnis des Konstanzer Bischofs dar, die Folioblätter als Pergamentblätter sind eingebunden zwischen zwei mit Leder bezogenen Holzdeckeln. Der Codex enthält eine Abschrift des Konstanzer Liber decimationis (1274/75) (fol.1r-97v), weiter einen Liber quartarum (fol.98r-108v) und einen Liber bannalium (fol.109v-115r) mit einem Index Capitulorum Ruralium (fol.117v). Vgl. Person-Weber, Gerlinde (2001), Der Liber decimationis des Bistums Konstanz. Studien, Edition und Kommentar (= FOLG 56), Freiburg i.Br.-München 2001, S.115-151. [Buhlmann, 09.2016]

Eugippius [511 n.Chr.], Vita sancti Severini ["Lebensbeschreibung des heiligen Severin"], als: Eugippius, Das Leben des Heiligen Severin, übers. v. C. Rodenberg, Essen-Kettwig 1986. Eugippius (um 500) war Abt des Klosters Castellum Lucullanum bei Neapel. Er schildert Leben und Wunder seines heiligen Lehrers Severin (†482) aus Noricum zwischen Römern und "Barbaren" der "Völkerwanderungszeit". Vgl. WL I, S.44-48. [Buhlmann, 02.2013]

Eusebius von Cäsarea > H Hieroynmus, > R Rufinus

Evangelistar König Heinrichs III. [Echternach, Bremen] [1039/43]. Der Codex ist für König Heinrich III. (1039-1056) und dessen Mutter Gisela (†1043) in Echternach hergestellt worden und enthält die Evangelienperikopen im Ablauf des Kirchenjahres, weiter Schmuckinitialen, Miniaturen und Zierseiten. Vgl. Grebe, Anja (2011), Codex Aureus. Das Goldene Evangelienbuch von Echternach, Darmstadt 22008, 2011, S.121f. [Buhlmann, 07.2012]

Evagrius von Antiochia [372/74], Vita Antonii ["Lebensbeschreibung des (Eremiten) Antonius"]. Evagrius, Bischof von Antiochia, übersetzte 372/74 neu ins Lateinische die griechische Vita Antonii des alexandrinischen Bischofs Athanasius (kurz nach 356) über das Leben des ägyptischen Eremiten und Mönchs Antonius (*251-†356). Die von Hieronymus gelobte freie Übersetzung der Vita Antonii wandte sich an die an Bildung, Askese und Christentum interessierte lateinischsprachige Oberschicht vornehmlich im Westen des römischen Reiches und prägte das Bild des Eremiten für die folgenden Jahrhunderte im christlichen Abendland. Vgl. Gemeinhardt, Peter (2013), Antonius, der erste Mönch. Leben - Lehre - Legende, München 2013, S.143f. [Buhlmann, 06.2014]

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