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Lateinische Literatur
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Pacuvius [nach 168 v.Chr.], Paulus ist eine nur in einem Fragment überlieferte fabula praetexta zum Sieg der Römer unter Konsul Aemilius Paulus in der Schlacht bei Pydna (168 v.Chr.), die den 3. makedonischen Krieg gegen König Perseus (171-168 v.Chr.) beendete. Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.46. [Buhlmann, 01.2013]

Pacuvius [vor ca.131 v.Chr.], [Tragödien]. Nur wenige Fragmente sind erhalten von den Tragödien des römischen Dichters Pacuvius (*220-†ca.131 v.Chr), einem Neffen des Quintus Ennius. An Tragödien werden dem Pacuvius zugeschrieben: Armorum iudicium ("Streit um die Waffen des Achill", nach Aischylos), Chryses, Niptra (nach Sophokles), Antiopa, Atalanta, Dulorestes, Hermiona, Iliona, Medus, Orestes (?), Pentheus, Protosilaos (?), Teucer, Thyestes (?) (nach Euripides). Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.42f. [Buhlmann, 01.2013]

Pálec, Stephan [1412], De equivocatione nominis ecclesiae ["Von der Mehrdeutigkeit des Kirchennamens"]. Der Reformator Jan Hus (†1415) entfaltete als Prediger und Gelehrter eine große Wirkung, gerade auch in der Phase der von Hus angeführten reformatorischen Bewegung in Böhmen und der Prager Ablassunruhen (1412). Dies rief Widerspruch bei anderen böhmischen Gelehrten hervor. So verfasste Stephan Pálec (†1424) seine Schrift De equivocatione nominis ecclesiae. Vgl. Soukup, Pavel, Jan Hus (= Urban Tb 737), Stuttgart 2014, S.161. [Buhlmann, 01.2016]

Pálec, Stephan [1412], Tractatus gloriosus ["Ruhmreicher Traktat"]. Jan Hus entfaltete als Prediger und Gelehrter eine große Wirkung, gerade auch in der Phase der von Hus angeführten reformatorischen Bewegung in Böhmen und der Prager Ablassunruhen (1412). Antihussitische gelehrte Theologen antworteten darauf u.a. mit dem Tractatus gloriosus des Stephan Pálec, der von mehreren Theologiedoktoren bei den Zebraker Verhandlungen (1412) vorgelegt wurde. Vgl. Soukup, Pavel, Jan Hus (= Urban Tb 737), Stuttgart 2014, S.162. [Buhlmann, 01.2016]

Pálec, Stephan [1414], Antihus. Jan Hus entfaltete als Prediger und Gelehrter eine große Wirkung, gerade auch in der Phase der von Hus angeführten reformatorischen Bewegung in Böhmen und der Prager Ablassunruhen (1412). Der Theologe Stephan Pálec schrieb gegen den Reformer seine Schrift Antihus, in der er seine Argumente gegen Hus und die Hussiten nochmals zusammenfassend aufführte. Vgl. Soukup, Pavel, Jan Hus (= Urban Tb 737), Stuttgart 2014, S.162. [Buhlmann, 01.2016]

Pálec, Stephan [1414], De ecclesia ["Über die Kirche"]. Jan Hus entfaltete als Prediger und Gelehrter eine große Wirkung, gerade auch in der Phase der von Hus angeführten reformatorischen Bewegung in Böhmen und der Prager Ablassunruhen (1412). Der Theologe Stephan Pálec schrieb gegen den Reformer seine Schrift De ecclesia als Antwort auf die gleichnamige Schrift des Jan Hus. Vgl. Soukup, Pavel, Jan Hus (= Urban Tb 737), Stuttgart 2014, S.162. [Buhlmann, 01.2016]

Paris, Bibliothéque Nationale, Cod. lat. 2478 [1109/19]. Die Handschrift besteht aus 138 Blättern und enthält die Briefsammlung (V1-V5) des Anselm von Canterbury (†1109) als Prior, Abt und Erzbischof, einen Bericht zum Londoner Konzil von 1102 sowie eine Papstliste bis auf Honorius II. (1124-1130). Vorlage der Briefsammlung war u.a. die Handschrift London, Lambeth Palace Library, Cod. 59. Vgl. Krüger, Thomas Michael (2002), Persönlichkeitsausdruck und Persönlichkeitswahrnehmung im Zeitalter der Investiturkonflikte. Studien zu den Briefsammlungen des Anselm von Canterbury (= SB 22), Hildesheim 2002, S.91ff. [Buhlmann, 04.2013]

Passio Acaunensium Martyrum [5. Jahrhundert, 2. Viertel], in: MGH. Scriptores rerum Merovingicarum, Bd.3, hg. v. Bruno Krusch, 1896, Nachdruck Hannover 1977, S.20-41, in: AASS Septembris VI, S.342-345. Bischof Eucherius von Lyon (ca.435-450/55) verfasste die Passio um das Martyrium von Soldaten der sog. Thebäischen Legion in Agaunum (St. Maurice). Die Thebäische Legion war aus Agypten nach Gallien beordert worden (286/92), die Legion bzw. Truppenteile davon bzw. einzelne Soldaten sollen dann Opfer der Diokletianischen Christenverfolgung (303-305) geworden sein. Vgl. Runde, Ingo (2003), Xanten im frühen und hohen Mittelalter. Sagentradition - Stiftsgeschichte - Stadtwerdung (= Rheinisches Archiv, Bd.147), Köln-Weimar-Wien 2003, S.169-176. [Buhlmann, 03.2012]

Passio sancti Adalberti martyris ["Leiden des Märtyrers Adalbert (von Prag)", Passion von Tegernsee] [11. Jahrhundert, Anfang]. Mit den ottonischen Herrschern im ostfränkischen Reich verwandt, entschloss sich Wojciech/Adalbert (*ca.956-†997), einer slawischen Fürstenfamilie (Libice) angehörend, eine christliche Ausbildung in Magdeburg zu absolvieren (Firmung, Meister Othrik), um danach im Umfeld des Prager Bischofs Thietmar (†982) geistlich zu wirken. Beim Tod Thietmars wurde Adalbert desssen Nachfolger im Prager Bistum (982-988, 992-994/95), scheiterte aber in dem Bischofsamt an inneren und politischen Widerständen (Blutbad von Libice 995), um schließlich bei einer versuchten Mission der Prußen im Baltikum den Märtyrertod zu sterben (23. April 997). Die Passio sancti Adalberti martyris stammt wohl vom Anfang des 11. Jahrhunderts und stellt eine wahrscheinlich in Polen verfasste Lebensbeschreibung des Heiligen dar. Vgl. Heiligenleben zur deutsch-slawischen Geschichte. Adalbert von Prag und Otto von Bamberg, hg. v. Lorenz Weinrich (= FSGA A 23), Darmstadt 2005, S.16. [Buhlmann, 04.2016]

Passio sanctorum Gereonis, Victoris, Cassii et Florentii Thebaeorum martyrum [11. Jahrhundert], in: PL 212, Sp.759-772, in: AASS Octobris V, S.36-40. Fälschlicherweise dem Zisterziensermönch Helinandus von Froidmond (†1227) zugeschrieben, ist die Passio schon im 11. Jahrhundert entstanden und schildert das Martyrium von Mitgliedern der sog. Thebäischen Legion nicht nur in Agaunum (St. Maurice), sondern auch an Orten entlang des Rheins (Cassius und Florentinus [Bonn], Gereon [Köln], Viktor [Xanten]). Vgl. Runde, Ingo (2003), Xanten im frühen und hohen Mittelalter. Sagentradition - Stiftsgeschichte - Stadtwerdung (= Rheinisches Archiv, Bd.147), Köln-Weimar-Wien 2003, S.169f. [Buhlmann, 03.2012]

Peter von Arbon [1370/76, 1380], [Admonter Bücherlisten]. Der Admonter Mönch Peter von Arbon fertigte 1370/76 im Admonter Codex 589, f.1-26, eine Bücherliste an, die nach einem Prolog über Bibliotheksgeschichte zuerst die im Kloster Admont befindlichen Werke von Kirchenvätern und Theologen, u.a. die Hugos von St. Viktor (†1141), dann Rechtstexte und Texte der Geschichtsschreibung aufführt. Eine zweite ähnliche Liste datiert aus dem Jahr 1380 und ist im Admonter Codex 392, f.1-19, enthalten; sie nennt zudem medizinische und philosophische Werke, weiter Texte des Triviums und Quadriviums. Vgl. Stammberger, Ralf M.W., The Works of Hugh of St. Victor at Admont: A Glance at an Intellectual Landscape in the Twelfth Century, in: Berndt, Rainer (Hg.) (2005), Schrift, Schreiber, Schenker. Studien zur Abtei Sankt Viktor in Paris und den Viktorinern (= Corpus Victorinum. Instrumenta, Bd.1), Berlin 2005, S.233-261, hier: S.239. [Buhlmann, 02.2014]

Petrus Damiani [1049], Liber Gomorhianus ["Buch von Gomorra"], in: Die Briefe des Petrus Damiani, hg. v. Kurt Reindel (= MGH. Die Briefe der deutschen Kaiserzeit, Bd.4), München 1983-1993, Bd.1, Nr.31. Der römische Kardinalbischof von Ostia, Petrus Damiani (†1072), ein Kirchenreformer, verfasste 1049 für Papst Leo IX. (1049-1054) den Brieftraktat Liber Gomorhianus, in dem er das Sexualleben der christlichen Priester eindringlich beschrieb, deren Unkeuschheit scharf verurteilte sowie die Wichtig- und Richtigkeit des Zölibats herausstellte. Vgl. Althoff, Gerd (2013), "Selig sind, die Verfolgung ausüben". Päpste und Gewalt im Hochmittelalter, Darmstadt 2013, S.57. [Buhlmann, 07.2013]

Petrus Damiani [1059], [Brief an Papst Nikolaus II.], in: Die Briefe des Petrus Damiani, hg. v. Kurt Reindel (= MGH. Die Briefe der deutschen Kaiserzeit, Bd.4), München 1983-1993, Bd.2, Nr.61. Der römische Kardinal Petrus Damiani verfasste 1059 einen Brief an Papst Nikolaus II. (1058-1061) über priesterliche Unkeuschheit und Zölibat. Darin sprach sich Petrus auf Grund von Beispielen (exempla) aus dem Alten Testament auch für Gewalt gegen unkeusche Priester (und Bischöfe) aus, dies im Sinne des von den Kirchenreformern angestrebten "Eifers für Gott" (zelus Dei). Vgl. Althoff, Gerd (2013), "Selig sind, die Verfolgung ausüben". Päpste und Gewalt im Hochmittelalter, Darmstadt 2013, S.57-61. [Buhlmann, 07.2013]

Petrus Damiani [1064], [Brief an Bischof Kunibert von Turin], in: Die Briefe des Petrus Damiani, hg. v. Kurt Reindel (= MGH. Die Briefe der deutschen Kaiserzeit, Bd.4), München 1983-1993, Bd.3, Nr.112. Der römische Kardinal Petrus Damiani machte in seinem Mahnschreiben an Bischof Kunibert von Turin keinen Hehl aus seiner Verachtung gegenüber den Konkubinen und Frauen, die sexuell mit Priestern zusammen waren, Gewalt gegen Priester und deren Frauen nicht ausgeschlossen. Vgl. Althoff, Gerd (2013), "Selig sind, die Verfolgung ausüben". Päpste und Gewalt im Hochmittelalter, Darmstadt 2013, S.61-64. [Buhlmann, 07.2013]

Petrus Damiani [1064], [Brief an Adelheid von Turin], in: Die Briefe des Petrus Damiani, hg. v. Kurt Reindel (= MGH. Die Briefe der deutschen Kaiserzeit, Bd.4), München 1983-1993, Bd.3, Nr.114. In seinem Brief an Adelheid von Turin (†1079), die Tochter des Grafen Otto von Savoyen und Ehefrau des schwäbischen Herzogs und Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden (1057/77-1080), verweist der römische Kardinal Petrus Damiani auf die Enthaltsamkeit mutiger Frauen des Alten Testaments (Judit, Esther, Abigail) und prangert die Unkeuschheit der kirchlichen Priester an. Vgl. Althoff, Gerd (2013), "Selig sind, die Verfolgung ausüben". Päpste und Gewalt im Hochmittelalter, Darmstadt 2013, S.64f. [Buhlmann, 07.2013]

PHS = Pariser Historische Studien

Piccolomini, Enea Silvio [1440], Commentarii de rebus gestis concilii Basiliensis ["Kommentare zum Basler Konzils]. Der damals eifrige konziliare Parteigänger und Humanist Enea Silvio Piccolomini (*1405-†1464) verfasste mit seiner Schrift Commentarii des rebus gestis concilii Basiliensis eine (inhaltlich nicht orignelle, rhetorisch-stilitisch "farbig und fesselnde") kirchlich-theologische Begründung zum Basler Konzil (1431-1449). Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.74f. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1440], Libellus dialogorum de concilii generalis auctoritate ["Über die Autorität des allgemeinen Konzils"]. Vor dem Hintergrund von Basler Konzil und Konziliarismus verfasste der damals eifrige konziliare Parteigänger und Humanist Enea Silvio Piccolomini die Schrift Libellus dialogorum de concilii generalis auctoritate zur Verteidigung des Konzils und seines Gegenpapstes Felix V. (1439-1449). Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.78-86. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1443 Dezember 13], Brief an Herzog Sigismund von Tirol ["Liebesanleitung"]. Der Humanist (und spätere Papst) Enea Silvio Piccolomini wandte sich auch erotischen Themen zu. Sein im Dezember 1443 an Herzog Sigismund von Tirol (1439-1490) verfasster lateinischer Brief ist eine "Anleitung zur Liebe", in der Piccolomini dem Herzog fürstenpädagogische Ratschläge zum Thema "Liebe" gibt. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.95-101. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1444], Historia de duobus amantibus ["Geschichte der zwei Liebenden"]. Der Humanist (und spätere Papst) Enea Silvio Piccolomini wandte sich auch erotischen Themen zu. Seine 1444 niedergeschriebene "Geschichte der zwei Liebenden" handelt von einem fränkischen Ritter Eurialus, der sich in Siena in eine Lucrezia, die Frau des Menelaus, verliebt: Liebe als Trieb, Eitelkeit, Betrug, Burleske und Egoismus ist die Folge. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.100-110. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1444], Chrysis. Der Humanist (und spätere Papst) Enea Silvio Piccolomini wandte sich auch erotischen Themen zu. In seiner 1444 verfassten Komödie Chrysis - durchaus nach den römischen Komödiendichtern Plautus und Terenz - betreibt Piccolomini "Philosophie im Bordell", indem er über menschliche Vernunft und Triebhaftigkeit, (Selbst-) Betrug, Ehe und Ehelosigkeit, die für das Seelenheil abträgliche Welt redet. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.110-115. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1444], De curialum miseria ["Über das Elend der Hofleute"]. Der Humanist Enea Silvio Piccolomini schildert aus eigenem Erleben in seinem als Brief verfassten Pamphlet De curialum miseria das unstete Leben (am Hof des deutschen Königs Friedrich III. [1440-1493]), das weder Ehre und Reichtum, Tugenden oder Vergnügungen kennt. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.115-124. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1446], De ortu et auctoritate imperii Romani ["Über die Entstehung und Hoheit des römisches Reiches"]. Der Humanist Enea Silvio Piccolomini verfasste seine Abhandlung De ortu et auctoritate imperii Romani als Brief an den römisch-deutschen König Friedrich III. Darin erörtert Piccolomini unter Bezugnahme auf Friedrich die Würde des römischen Kaisertums und den Rang eines Kaisers als Oberhaupt des (nunmehrigen) römisch-deutschen Reiches. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.172. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1450], "Über die Erziehung der Kinder". Die Annäherung an Papst und Kurie distanzierte den Humanisten und Kirchenmann Enea Silvio Piccolomini zunehmend von seinen früheren "renaissancehaften" Schriften. In seinem an den zehnjährigen böhmisch-ungarischen König Ladislaus Postumus gerichteten Brief "Über die Erziehung der Kinder" betont Piccolomini daher - gemäß den mittelalterlichen Fürstenspiegeln - die Rolle der Tugenden (Gerechtigkeit, Standfestigkeit, Uneigennützigkeit) bei der fürstlichen Erziehung sowie die Verstandesbildung (u.a. durch Grammatik, Rhetorik). Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.166-170. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1453/55], Historia australis ["Österreichische Geschichte"], als: Aeneas Silvius de Piccolomini, Historia Austrialis. Österreichische Geschichte, hg. v. Jürgen Sarnowsky (2005) (= FSGA A 44), Darmstadt 2005. Unter dem Vorzeichen der osmanischen Eroberung Konstantinopels (1453) ging der Humanist und kaiserliche Sekretär Enea Silvio Piccolomini, eine Historia australis zu schreiben. Die "Österreichische Geschichte" stellt Kaiser Friedrich III. in den Mittelpunkt als Herzog von Österreich und römisch-deutschen König. Die Historia australis knüpft inhaltlich an Piccolominis Schrift "Über die Entstehung und Hoheit des römisches Reiches" (1446) an. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.115-124. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1453/55], Dialogus. Der Humanist und Kirchenmann Enea Silvio Piccolomini nimmt in seinem unvollendet gebliebenen Dialogus - einem Traumgesicht in Anlehnung an Ciceros Schrift Somnium Scipionis und unter Verwendung vieler Textgattungen und -stile - über den Kirchenheiligen Bernardino von Siena (†1444) Bezug auf aktuelle politische und kirchliche Probleme: Verteidigung der Christenheit gegen den Islam, Willensfreiheit, Papsttum, Kultur Roms und Renaissance der toskanischen Städte, Constitutum Constantini, westliches Kaisertum. Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.174-182. [Buhlmann, 09.2016]

Piccolomini, Enea Silvio [1462/64], Commentarii ["Autobiografie"]. Am Ende seine Lebens zeichnete Enea Silvio Piccolomini als Papst Pius II. (1458-1464) in seinen Commentarii sein seiner Meinung nach durch die divina providentia geprägtes Leben nach. Dies geschah in 13 Büchern, von denen nur Buch 1 sich mit der Zeit vor seinem Papsttum befasste. Die Bücher 2 bis 13 zeichnen sich durch rhetorisch-kunstvoll verbundene heterogene Inhalte aus, die den Papst Pius II. Piccolomini betrafen (päpstlicher Hof, päpstliche Politik, Personenkult, Geschichtsdeutung und "autobiografischer" Mittelpunkt der Geschichte). Vgl. Reinhardt, Volker (2016), Pius II. Piccolomini. Der Papst, mit dem die Renaissance begann, München 2013, S.333ff. [Buhlmann, 09.2016]

PL = Migne, J.P. (Hg.), Patrologus cursus completus. Series II: Ecclesia latina, Paris 1841-1861

Placidus von Nonantola [1111], Liber de Honore Ecclesiae ["Buch über die Ehre der Kirche"]. Placidus von Nonantola war Mönch in der oberitalienischen Abtei Nonantola (St. Silvester) bei Modena. Berühmt ist Placidus von Nonantola durch seine Schrift Liber de Honore Ecclesiae, die in mehreren mittelalterlichen Handschriften überliefert ist, u.a. in zwei aus dem Stift Admont bzw. dem Stift Göttweig. Diese beiden Handschriften sind im Übrigen die einzigen, die Placidus als Autor nennen. Der Liber wurde verfasst 1111/12 und nahm daher unmittelbar Bezug auf die Ereignisse zwischen deutschem Königtum und Papsttum, zwischen König bzw. Kaiser Heinrich V. (1106-1125) und Papst Paschalis II. (1099-1118) im Investiturstreit (Verhandlungen zwischen König und Papst, Pravileg vom 11. April 1111, Kaiserkrönung Heinrichs V., Laterankonzil von 1112). Doch geht die kanonistische Schrift auch über aktuelle Bezüge hinaus ins Normativ-Grundsätzliche, wenn sie als zentralen Punkt den Zusammenhang von Kirchenamt von Kirchengut verteidigt oder die Selbstständigkeit der einzelnen Kirchen von den Laien, aber auch gegenüber dem Papsttum betont. Dies geschah in der Form einer kompilatorisch-rechtlichen Problemerörterung, die meist auf in der Klosterbibliothek von Nonantola vorhandenen kanonistischen und patristischen Büchern basierte und wahrscheinlich in Beziehung zur damals sich entwickelnden Bologneser Rechtsschule stand ("Nonantolaner Rechtsschule", Markgräfin Mathilde von Tuszien). Der Liber gehört damit in die Reihe der "publizistischen" Schriften des Investiturstreits und war wohl eine Stellungnahme der Abtei Nonantola gegenüber der päpstlichen Politik vor der Lateransynode von 1112. Vgl. Busch, Jörg W. (1990), Der Liber de Honore Ecclesiae des Placidus von Nonantola. Eine kanonistische Problemerörterung aus dem Jahr 1111. Die Arbeitsweise ihres Autors und seine Vorlagen (= Quellen und Forschungen zum Recht im Mittelalter, Bd.5), Sigmaringen 1990. [Buhlmann, 01.2006]

Planctus Philippi regis [1209?] [Gedicht über den Tod König Philipps von Schwaben]. Die Ermordung König Philipps von Schwaben (1198-1208) am 21. Juni 1208 durch den Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach (†1209) liefert den Rahmen, in dem ein unbekannter Autor unter Bezugnahme auf Bibel und antike Mythologie belehrend über den Königsmord reflektiert (Vergänglichkeit des Körpers, Friedlosigkeit als Folge des Mordes). Vgl. Fleischer, Andrea (2004), Zisterzienserabt und Skriptorium. Salem unter Eberhard I. von Rohrdorf (1191-1240) (= Imagines Medii Aevi, Bd.19), Wiesbaden 2004, S.185f. [Buhlmann, 10.2012]

Plesse, Herren von, Herrschaft [1015-1300] [Urkunden], als: Urkundenbuch zur Geschichte der Herrschaft Plesse (bis 1300), bearb. v. Josef Dolle (1998) (= VHKNB XXXVII 26), Hannover 1998. Die bis zum endenden 13. Jahrhundert meist auf Latein formulierten Urkunden zur Herrschaft Plesse (Ort, Burg bei Göttingen) beleuchten: Besitz des Paderborner Bistums in Plesse (Schenkung durch Bischof Meinwerk 1015), Lehnsinhaber Robert von Plesse (1107/28), edelfreie Herren von Plesse (12. Jahrhundert), u.a.: Bernhard I. (1150/90), Gottschalk I. (1170/90), Gottschalk III. (1238/1300), reichsunmittelbare Herrschaft Plesse (Spätmittelalter, bis 1571). [Buhlmann, 09.2014]

Plinius Secundus, Gaius [vor 113 n.Chr.], Epistulae - Briefe. Lateinisch/Deutsch, übers. v. Heribert Philips: Liber I - 1. Buch (= RUB 6979), 1987, Nachdruck Stuttgart 2006, Liber II - 2. Buch (= RUB 6980), 1988, Nachdruck Stuttgart 2001, Liber III - 3. Buch (= RUB 6981), 1989, Nachdruck Stuttgart 2006, Liber IV - 4. Buch (= RUB 6982), 1990, Nachdruck Stuttgart 2006, Liber V - 5. Buch (= RUB 6983), 1990, Nachdruck Stuttgart 2000, Liber VI - 6. Buch (= RUB 6984), 1993, Nachdruck Stuttgart 2005, Liber VII - 7. Buch (= RUB 6985), Stuttgart 1994, Liber VIII - 8. Buch (= RUB 6986), Stuttgart 1995, Liber IX - 9. Buch (= RUB 6987), Stuttgart 1996, Liber X - 10. Buch, übers. v. Marion Giebel (= RUB 6988), 1985, Stuttgart 2005. Gaius Plinius Secundus (der Jüngere, *61/62-†113 n.Chr.), der Neffe des Plinius des Älteren (†79 n.Chr.), Anwalt ab 79/80, Absolvent der stadtrömischen Ämterlaufbahn ab 95/96, Konsul des Jahres 100 und Statthalter der römischen Doppelprovinz Bithynien-Pontus ab 111 n.Chr., veröffentlichte seine Privatkorrespondenz in den Büchern 1-9 seiner Briefsammlung, den Briefwechsel mit Kaiser Trajan in Buch 10. Die 247 Privatbriefe sind an eine Reihe von bedeutenden Personen gerichtet (105 verschiedene Adressaten), im Sinne von variatio und Themenvielfalt (Leben der römischen Oberschicht [Muße, Arbeit, Landgüter, Jagd, Familie und Heirat, Ehre], Berufsleben [Politik, Anwalts-, Redetätigkeit und Gerichtsrede, Prozesse, Geschäfte und Güterverwaltung], Literatur und Kultur [Bildung und Humanität]) nicht chronologisch geordnet, dennoch aber sorgfältig von Brief zu Brief abgestimmt; so folgen Briefe unterschiedlicher Adressaten, unterschiedlichen Inhalts und unterschiedlicher Länge aufeinander, so behandelt jeder Brief immer nur eine Thematik. Eingeleitet werden die Privatbriefe durch ein Widmungs- und ein Dankesschreiben an die literarischen Freunde des Plinius (Buch I, Brief 1-2). Buch VI enthält in den Briefen an den Geschichtsschreiber Tacitus (†ca.120) Schilderungen vom Vesuvausbruch von 79 n.Chr. und vom Tod des Onkels Plinius des Älteren (Brief 16, 20), in Buch VIII, Brief 8 beschreibt er die romantisch gelegene Clitumnusquelle. In Buch X schließlich finden sich die Briefe des Plinius an Kaiser Trajan (98-117), in denen es um den Umgang mit den Christen geht (Brief 96-97). Die Sprache der Briefe orientiert sich an der Ciceros (†43 v.Chr.). [Buhlmann, 08.2010]

Plinius [Secundus, der Jüngere], [Gaius] [nach 111 n.Chr.], Epistulae 10,5-7 und 10-11 [Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan], in: König, Ingemar, Der römische Staat. Ein Handbuch (= RUB 18868), Stuttgart 2009, S.271-276. Die Briefe behandeln die Anfrage (quaestio) des Statthalters Plinius (†113/15) der Doppelprovinz Bithynien-Pontus an Kaiser Trajan (98-117) betreffend die Verleihung des römischen und alexandrinischen Bürgerrechts an Plinius' Arzt Harpokras, des römischen Bürgerrechts an Verwandte von Plinius' Arzt Postumius Marinus sowie des quiritischen Rechts an Hedia und Antonia Harmeris. Der Kaiser stimmt den Ansinnen des Plinius zu. [Buhlmann, 08.2011]

Plinius [Secundus, der Jüngere], [Gaius] [nach 111 n.Chr.], Epistulae 10,96-97 [Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan], in: König, Ingemar, Der römische Staat. Ein Handbuch (= RUB 18868), Stuttgart 2009, S.245-251. Die zwei Briefe behandeln die Anfrage (quaestio) des Statthalters Plinius der Doppelprovinz Bithynien-Pontus an Kaiser Trajan (98-117) wegen der Verfolgung und Aburteilung von Christen. Trajan entscheidet, dass den Christen nicht nachgespürt werden soll, nicht anonym angezeigte Christen hingegen im Fall der Weigerung, den Staatsgöttern zu opfern, zum Tode verurteilt werden. [Buhlmann, 08.2011]

Pompejanische Graffiti [vor 79 n.Chr.], als: Glücklich ist dieser Ort! 1000 Graffiti aus Pompeji. Lateinisch/Deutsch, hg. v. Vincent Hunink (= RUB 18842), Stuttgart 2011. Aus Pompeji, der Stadt am Vesuv (ca.80 v.Chr. römische Kolonie, 62 n.Chr. Erdbeben, 79 Zerstörung durch Vesuvausbruch), hat sich eine Vielzahl von rund 11000 Graffiti (eingeritzt oder gemalt, vollständig oder unvollständig) erhalten. Überliefert sind in Latein (eventuell auch mit griechischen Buchstaben verfasst) Grüße, Alltägliches wie Inventarlisten oder Hinweise aufs Brotbacken, Dichterzitate von Lukrez, Ovid oder Vergil, Gefühlsäußerungen wie Liebesbekundungen und Schmähungen, Sexuelles und Obszönes in allen Teilen des Ortes (Amphitheater, öffentliche Bauten, Wirtshäuser, Bordelle, Häuserwände, Mauern, Grabstätten). [Buhlmann, 09.2011]

Pompejanische Inschriften [1. Jahrhundert v.Chr.-79 n.Chr.]. Lateinisch/Deutsch, hg. v. Arno Hüttemann (= RUB 18769), Stuttgart 2010. Aus Pompeji hat sich eine Vielzahl epigrafischer Quellen erhalten (Inschríften, Graffiti, Dipinti). Überliefert sind Tempel-, Gebäude-, Weih- und Rechtsinschriften von Forum, Thermen, Theatern, Heiligtümern sowie Amphitheater, weiter Grabinschriften von den fünf, den Stadttoren vorgelagerten Nekropolen. Den Ehrenmälern und den Grabinschriften sind dabei die Namen von pompejanischen Familien aus der politisch wirksamen Oberschicht zu entnehmen (Clodii, Holconii, Istacidii, Tillii, Veii u.a.). [Buhlmann, 08.2011]

Pomponius Secundus [1. Jahrhundert n.Chr.], Aeneas ist eine nicht erhaltene fabula praetexta um den Trojaner Aeneas. Vgl. Baier, Thomas (2010), Geschichte der römischen Literatur (= BSR 2446), München 2010, S.46. [Buhlmann, 01.2013]

Prager Liste [1403]. Der aus Schlesien stammende Johannes Hübner war ein Dominikanermagister an der Prager Universität. Als solcher legte er am 28. Mai 1403 Universität und Rektor zwei Listen von 24 bzw. 21 Artikeln vor, die die Häresien des englischen Priesters und Gelehrten John Wyclif (†1384) belegen sollten. Die Liste mit den 24 Punkten war dabei bereits von der Londoner Dominikanersynode von 1382 zur Verurteilung Wyclifs benutzt worden. Zusätzlich hatte Hübner eine Liste von 21 Artikeln hinzugefügt. Die aus beiden Artikellisten bestehende Prager Liste sollte auf dem Konstanzer Konzil (1414-1418) und darüber hianus eine Rolle spielen. Vgl. Soukup, Pavel, Jan Hus (= Urban Tb 737), Stuttgart 2014, S.43f. [Buhlmann, 01.2016]

Properz [Sextus Propertius] [vor 28 v.Chr. und später], [Elegienbücher]. Über den römischen Dichter Sextus Propertius (aus dem umbrischen Assisi?) ist kaum etwas bekannt, außer dass er dem Ritterstand angehörte und vier Bücher (monobiblos, tres libelli) mit Liebeseligien verfasste, die er u.a. dem Statthalter Lucius Volcacius Tullus und dem Augustus-Vertrauten Maecenas widmete. Das elegische Ich, der Dichter, schildert in den Elegienbüchern u.a. seine leidvollen Liebeserfahrungen mit der angebeteten Geliebten (domina, puella) Cynthia. Vgl. Holzberg, Niklas (1990), Die römische Liebelegie. Eine Einführung, Darmstadt 62015, S.25, 36-75. [Buhlmann, 09.2015]

Prudentius [Aurelius Prudentius Clemens] [vor 397], Apothesis ist eine Apologie des Christentums, worin sich der Autor Prudentius (*348-†n.405 n.Chr.) an Heiden, christliche Häretiker und Juden wendet (Ahasverlegende, christliche Exegese des Alten Testaments). Vgl. Tertullian, Adversus Iudaeos. Gegen die Juden. Lateinisch-Deutsch, übers. v. Regina Hauses (= FC 75), Turnhout 2007, S.153f. [Buhlmann, 12.2016]

Pseudo-Cyprian [243], De pascha computus ["Über die Osterfestberechnung"] ist angeblich eine Schrift des nordafrikanischen Christen, Bischofs und Märtyrers Cyprian von Karthago (*200/10-†258 n.Chr.). De pascha computus behandelt die Berechnung des christlichen Osterfests, die in die Jahrwochenberechnung des alttestamentlichen Buchs Daniel und in die jüdisch-antike Geschichte eingebunden wird. Vgl. Tertullian, Adversus Iudaeos. Gegen die Juden. Lateinisch-Deutsch, übers. v. Regina Hauses (= FC 75), Turnhout 2007, S.145ff. [Buhlmann, 12.2016]

Pseudo-Cyprian [3. Jahrhundert, Mitte?], De montibus Sina et Sion ["Über die Berge Sinai und Zion"] ist angeblich eine Schrift des nordafrikanischen Christen, Bischofs und Märtyrers Cyprian von Karthago (*200/10-†258 n.Chr.). In der Schrift stellt der unbekannte Verfasser die Juden des "irdischen" Berges Sinai den Christen des "geistigen" Berges Zion gegenüber. Vgl. Tertullian, Adversus Iudaeos. Gegen die Juden. Lateinisch-Deutsch, übers. v. Regina Hauses (= FC 75), Turnhout 2007, S.145ff. [Buhlmann, 12.2016]

Pseudo-Cyprian [3. Jahrhundert], Ad Vigilium episcopum de iudaica incredulitate ["Über die jüdische Grausamkeit"] ist angeblich ein Begleitschreiben des nordafrikanischen Christen, Bischofs und Märtyrers Cyprian von Karthago (*200/10-†258 n.Chr.) für einen Bischof Vigilius. Das Schreiben enthält die lateinische Übersetzung eines griechischen jüdisch-christlichen Dialogs des Ariston von Pella (*ca.100-†ca.160 n.Chr.). Vgl. Tertullian, Adversus Iudaeos. Gegen die Juden. Lateinisch-Deutsch, übers. v. Regina Hauses (= FC 75), Turnhout 2007, S.145ff. [Buhlmann, 12.2016]

Pseudo-Cyprian [3. Jahrhundert?], Adversus Iudaeos ["Gegen die Juden"] ist angeblich eine Predigt des nordafrikanischen Christen, Bischofs und Märtyrers Cyprian von Karthago (*200/10-†258 n.Chr.). In der Predigt unbekannter Zeitstellung wendet sich der Verfasser gegen die Juden. Vgl. Tertullian, Adversus Iudaeos. Gegen die Juden. Lateinisch-Deutsch, übers. v. Regina Hauses (= FC 75), Turnhout 2007, S.145ff. [Buhlmann, 12.2016]

Pseudo-Hegesipp [vor 397], Bellum Iudaicum ["Jüdischer Krieg"] ist eine lateinische Überarbeitung des "Jüdischen Krieges" des Flavius Josephus, angefertigt auf dem Namen des ersten christlichen Kirchenhistorikers Hegesipp (*ca.100-†ca.180 n.Chr.) im Umfeld des Mailänder Bischofs Ambrosius (374-397 n.Chr.). Der Text legt einen Schwerpunkt auf die römische Eroberung Jerusalems (70 n.Chr.) als Strafe für die Juden, die damit auch der göttlichen Gnade entbehrten. Vgl. Tertullian, Adversus Iudaeos. Gegen die Juden. Lateinisch-Deutsch, übers. v. Regina Hauses (= FC 75), Turnhout 2007, S.152. [Buhlmann, 12.2016]

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